Die Unterschiede zwischen Sony Xperia Z3 Compact und Sony Xperia Z5 Compact

Das Sony Xperia Z3 Compact ist auf dem Markt recht erfolgreich und konnte uns durch das Design, die Hardware und die mitgelieferte Software überzeugen. In diesem Artikel sollen einige Unterschiede zwischen dem Z3 Compact und dem Nachfolger Compact Z5 beschrieben werden.

Nicht jeder kann etwas mit dem kantigen Design der Sony-Handys anfangen. Wir finden es aber schön, zumal der Hersteller beim Z5 Compact auf Plastikleisten auf den Geräteseiten verzichtet.

Ein großer Kritikpunkt waren beim Z3 Compact die verwendeten Menüfarben. In fast allen Verwaltungsbildschirmen kommt ein Hintergrundgrauverlauf zum Einsatz und mit dem Finger selektierte Menüs erscheinen sehr kontrastarm. Das hat sich zum Glück beim Z5 Compact geändert, welches nun kontrastreichere Bildschirmfarben verwendet. Sony hat darüber hinaus auch manche Eigenheiten wie die Menüleiste, die der Nutzer mit einer Wischgeste im Hauptmenü aufrufen konnte, beseitigt und berücksichtigt inzwischen die Farb- und Bedienungsvorgaben von Google. Das erleichtert nicht nur Einsteigern, sondern auch Umsteigern, zum Beispiel von einem Samsung-Handy, die Nutzung.

Ärgerlich sind dagegen die Office-Anwendung OfficeSuite, welche laufend dem Nutzer vorschlägt, dass er das Programm registriert. OfficeSuite und der Dateimanager File Commander liegen darüber hinaus nur mit eingeschränktem Funktionsumfang vor und nerven mit Aufforderungen, die Vollversion zu erwerben. Das Z3 Compact hat dagegen noch die OfficeSuite-Vollversion („Pro“) enthalten. Da hat wohl Sony am falschen Ende gespart.

Auch über die Voreinstellungen lässt sich streiten, denn einige Dateiendungen sind fest mit den vorinstallierten Anwendungen verknüpft. Tippen Sie beispielsweise einen PDF-Dateianhang an, dann wird sie in der OfficeSuite geöffnet. Das ist praktisch für Einsteiger, die sich nicht weiter mit der Konfiguration auseinander setzen möchten, ärgert aber erfahrene Nutzer, die einen anderen PDF-Anzeiger, beispielsweise Acrobat Reader aus dem Play Store, installiert haben. Die PDF muss man dann aus der E-Mail speichern und muss sie von Hand in der Acobat Reader-Anwendung öffnen.

Die Kamera-Anwendung liefert natürlich auch weiterhin gute Fotos und Videos, ist aber stark verändert worden. Beim Z3 Compact arbeitet die Kamera standardmäßig in einem Automatikmodus, der dem Nutzer kaum Einstellmöglichkeiten bietet, kann aber in den Menüs in einen „Profi“-Modus mit allen Konfigurationsoptionen, die man von Digitalkameras gewohnt ist, versetzt werden. Beim Z5 Compact hat man nun im Automatikmodus einige Parameter mehr, an denen man drehen kann und auch die Umschaltung zwischen „Profi“-Modus und Automatikmodus geht schneller, nämlich einen einfachem Wischen, von der Hand.

Bei der Gerätesperre ist neben den üblichen Sperrfunktionen „Wischen“, „PIN“ und „Passwort“ die Gesichtsentsperrung, welche ohnehin unsicher war, weggefallen. Neu ist die Fingerabdrucksperre, welche uns überzeugt hat. Während Sie bei den anderen Sperren „Wischen“, „PIN“ und „Passwort“ erst mit dem Ein/Ausschalter das Display einschalten und dann noch einmal wischen müssen, ist dies bei der Fingerabdrucksperre nicht nötig: Weil sich der Fingersensor im Ein/Ausschalter befindet, wird bei dessen Betätigen nicht nur das Display eingeschaltet, sondern auch gleich die Sperre beseitigt. Dies funktioniert schnell und problemlos.

officeNervig: Die OfficeSuite ist nur als Testversion mit eingeschränktem Lieferumfang vorhanden. Häufig erscheinen Hinweise auf die Vollversion. Das Upgrade ist aber nur als Abo für 2,39 Euro/Monat beziehungsweise 16,01 Euro/Jahr zu haben. Mit kostenlosen Programmen wie Softmaker Office umgeht man diesen Nepp.

 

 

 

 

 

 

 

Fazit zum Sony Xperia Z5 Compact

Am Sony Xperia Z5 Compact gibt es bis auf die erwähnten Kleinigkeiten kaum etwas auszusetzen. Der Umstieg vom Z3 Compact zum Z5 Compact dürfte sich allerdings nicht lohnen, denn die meisten Anwender dürften vom schnelleren Prozessor nicht profitieren.

Autor: Rainer Gievers

 

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