Nicht unterstützte Apps unter Android installieren

Auf das im Folgenden behandelte Problem werden Sie früher oder später stoßen, wenn Sie ein Android-Handy oder Tablet über mehrere Jahre hinweg nutzen. Sie werden dann feststellen, dass einige liebgewonnene Programme im Google Play Store nicht (mehr) für Ihr Gerät erhältlich sind. Das äußert sich dann darin, dass das betreffende Programm einfach nicht mehr im Play Store auffindbar ist.

Der Hintergrund: Die Entwickler müssen im Google Play Store explizit angeben, welche Handy bzw. Tablets ihre Apps unterstützen. Gerade bei älteren oder wenig verbreiteten Geräten verzichten sie häufig darauf, da das Austesten viel Zeit und Geld kostet.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie dennoch nicht unterstützte Programme auf Ihrem Android-Handy oder Tablet zum Laufen bringen.

Update durchführen

Häufig setzen die Programme („Apps“) im Play Store eine bestimmte Betriebssystemversion voraus. Abhelfen können Sie sich, indem Sie das Betriebssystem aktualisieren, sofern der Hersteller dafür noch Updates bereitstellt. Die großen Hersteller Samsung, LG, HTC und Sony stellen aber leider die Produktunterstützung nach einigen Jahren ein. Wenn Sie es sich zutrauen, sollten Sie dann zu einem alternativen Betriebssystem wie Cyanogenmod greifen. Dieses unterstützt viele Mobilgeräte unterschiedlichster Hersteller und wird regelmäßig von den Entwicklern auf den aktuellsten Stand gebracht.

Sideload

Alternativ greifen Sie zu einem Workaround, denn wir erfolgreich bei einem älteren Samsung Galaxy Tab  durchgeführt haben. In unserem Fall besitzt das Tablet ein Mobilfunkmodul und sollte eigentlich den beliebten Messenger WhatsApp unterstützen. Der Google Play Store zeigte das Programm aber nicht an. Die folgende Vorgehensweise führt aber zum Erfolg:

WhatsApp im Google Play Store

Zunächst rufen wir im Webbrowser auf dem Android-Tablet oder PC den Google Play Store auf und suchten nach WhatsApp. Die angezeigte Webadresse lautet https://play.google.com/store/apps/details?id=com.whatsapp. Wenn auf Ihrem Tablet oder Handy die betreffende Anwendung nicht gefunden wird, sind Sie eventuell bei Ihrem Google-Konto auf der Play Store-Website angemeldet und müssen sich erst ausloggen. Auf Samsung-Geräten behelfen Sie sich, indem Sie statt dem Chrome-Browser den „Internet“-Browser verwenden.

APK-Downloader für Android

Wir öffnen ein weiteres Browserfenster. Eine schnelle Google-Suche findet mit dem APK-Downloader eine Website, über die man Android-Programme (erkennbar an der Dateiendung .APK) herunterladen kann. Beachten Sie bitte: Der Programmdownload aus fremden Quellen ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, denn Sie können ja nicht erkennen, ob nicht vielleicht ein Trojaner oder ein ähnliches Schadensprogramm in die Datei eingeschleust wurde.

Anschließend kopieren wir die zuvor ermittelte Play Store-Webadresse in das APK-Downloader-Eingabefeld und betätigen Generate Download Link. Danach betätigen wir Click here to download (Programmname) now.

Die heruntergeladene Datei kopieren Sie entweder auf das per USB-Kabel am PC angeschlossene Handy/Tablet und starten sie dann mit einem Datei-Manager oder Sie senden die Datei einfach per E-Mail an Ihre eigene (Gmail-)E-Mail-Adresse (entspricht Ihrem Google-Konto). Anschließend öffnen Sie die E-Mail in der Gmail-Anwendung auf dem Mobilgerät und tippen den Dateinanhang an, der nach einer Rückfrage installiert wird.

Haben Sie die Datei dagegen auf Ihrem Handy/Tablet heruntergeladen, so öffnen Sie einfach das Benachrichtigungsfeld und tippen dort die APK-Datei an.

Je nach Voreinstellung müssen Sie nun noch den sogenannten Sideload freigeben. Unter „Sideload“ (engl. ungefähr „Nebenladung“) versteht man die Programminstallation unter Umgehung des Google Play Stores.

Wichtig: Probieren Sie das installierte Programm aus, denn häufig wurde es nicht ohne Grund im Play Store für Ihr Gerät gesperrt.

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