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Klein und stark

Psion Revo Als Nachfolger für die Serie 3-Modelle geht der Revo an den Start. Wegen der vergleichweise geringen Gerätegröße und der anvisierten Zielgruppe verzichtete Psion auf Erweiterungsmöglichkeiten. Weder läßt sich der Arbeitsspeicher aufstocken, noch gibt es CompactFlash- oder sonstige Steckplätze.

Seit September 2000 gibt es den Revo Plus, der sich vom Revo durch den größeren Speicher (16 statt 8 MB) und den mitgelieferten Opera-Browser und WAP-Browser unterscheidet.

Zielgruppe sind des Handhelds sind vor allem Anwender, die unterwegs nicht nur ihre Termine und Adressen im Griff haben müssen, sondern auch ihre Emails im Zugriff haben wollen. Dazu besitzt das Gerät eine ausgewachsene Mailverwaltung, die Emails von Standard-Mailaccounts abrufen und senden kann. Außerdem ist auch das Verschicken von SMS-Nachrichten möglich. Faxversand- und empfang sind dagegen nicht vorgesehen. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, da heutzutage der größte Teil der Kommunikation per Email abgewickelt wird. Die Kommunikation kann zwar über ein optionales Adapterkabel mit einem normalen Modem erfolgen, in der Regel wird der Nutzer aber zu einem datenfähigen Handy greifen. Daher ist es auch kein Wunder, dass Psion dem Revo noch die Phone-Applikation spendiert hat, die das Auslesen und Aktualisieren des Handy-Telefonbuchs gestattet.

Wer auch im Web surfen möchte, kann sich den optionalen Webbrowser von der beiliegenden CD installieren, sollte aber bedenken, dass dabei viel des nicht erweiterbaren Arbeitsspeichers verloren geht. Beim Revo Plus gehört zusätzlich ein WAP-Browser und der Opera Webbrowser zum Lieferumfang. Letzterer ist in der Leistungsfähigkeit mit einem PC-Webbrowser vergleichbar und unterstützt nicht nur die Anzeige von SSL-Seiten, sondern auch JavaScript.

Die anderen Applikationen repräsentieren die typische Psion-Hausmannskost. So fehlt die obligatorische Textverarbeitung ebensowenig wie eine Tabellenkalkulation und die Datenbank. Psion-Fans brauchen sich also nicht umzugewöhnen. Die Bedienung der Applikationen kann teilweise über das Touchdisplay erfolgen, alternativ sind aber alle Funktionen auch über Tastenmakros erreichbar.

Unterschiede zur Psion 5er-Reihe

Der Psion wurde von der Hardware und den Applikationen her stark abgespeckt und besitzt keine Möglichkeit, um Sprachmemos aufzunehmen oder wiederzugeben. Dementsprechend können den Alarmen im Terminkalender auch keine Audiodateien zugewiesen werden, sondern nur einige Standardklänge. Ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist das Malprogramm und in Folge lassen sich auch keine Grafiken in der Textverarbeitung einfügen. Tabellen oder aus Tabellen generierte Diagramme kann man natürlich auch weiterhin in Dokumente einfügen.

Weiterhin fehlt die OPL-Programmiersprache, sowie aus Platzgründen, da das Display dafür zu klein ist, die Jahresansicht im Terminkalender. Das Display ist übrigens auch der Grund dafür, dass viele Psion Serie 5-Programme nicht auf dem Revo laufen. Meist scheitert deren Bedienung an Dialogboxen oder anderen Bildschirmelementen, die über das kleine Display "herausragen". Einige Softwarehersteller und Shareware-Entwickler haben allerdings ihre Applikationen bereits an den Revo angepaßt.

Die Hardware

Wer vorher mit anderen Palmtops zu tun hatte, ist von der Revo-Tastatur enttäuscht, denn sie hat keinerlei Druckpunkt und ist wirklich niedlich. Erleichtert wird die Eingabe aber durch einen Tastenpieps. Wie von Psion leider gewohnt, sind Umlaute nur über Tastenkombinationen erreichbar, was die Eingabe nicht gerade erleichtert. Den fest eingebauten Akku sehen wir mit gemischten Gefühlen, auch wenn der Akku ohne Nachladen mehrere Wochen halten dürfte. Wer nicht auf den Akku aufpaßt und gerade das Netzteil nicht parat hat, steht nämlich ziemlich dumm da.

Fazit

Uns hat der Revo trotz aller oben genannter Schwächen sehr gut gefallen. Wer sich keinen Tastatur-losen PDA zulegen möchte, um Emails zu senden oder seine Termine zu verwalten, ist mit dem handlichen Revo sehr gut bedient.

Bewertung

+ raffiniertes Design
+ ausgereifte Anwendungen
+ gutes Handbuch
- Speicher nicht erweiterbar, keine Erweiterungsschnittstellen
- Akku fest eingebaut
- serielles Anschlußkabel fest mit Dockingstation verbunden
- wegen abweichender Displayauflösung funktionieren nur wenige Psion Serie 5-Programme.


Technisches Datenblatt
Hersteller   Psion  
Bezeichnung   Revo / Revo Plus  
Betriebssystem   EPOC 32  
Display   480 x 160 ohne Hintergrundbeleuchtung  
RAM   Revo: 8 MB, nicht erweiterbar
Revo Plus: 16 MB, nicht erweiterbar
 
ROM   8 MB (britische Version) / 16 MB internationale Versionen  
Prozessor   ARM 710 / 36 MHz  
Batteriebetrieb   2 fest eingebaute NiMH-Akkus für 14 h Betrieb  
Abmessungen BHT (mm)   157 x 18 x 79  
Gewicht   200 g inkl. Akkus  
Zusätzliche Funktionen   - Mikrofon und Lautsprecher im Gehäuse integriert
- Sensorflächen am Bildschirmrand, um Applikationen aufzurufen
 
Schnittstellen   - IrDA Infrarot-Port mit 115 Kbps
- serielle Schnittstelle (115 Kbps)
 
Lieferumfang   - CD mit PsiWin-Synchronisationssoftware
- Dockingstation mit festem PC-Anschlußkabel
- Handbuch (256 Seiten)
- Gutschein für Psion Vario-Pen
Revo Plus: zusätzlich Opera Browser und WAP-Browser
 
Zusätzliche Software   k.A.  
Optionales Zubehör   - Siehe Psion Preisliste  
Garantie   12 Monate  
VK laut Hersteller   Revo: 899,-
Revo Plus: 999,-
 
Erhältlich in Deutschland   Ende 10/99 (Revo)
09/2000 (Revo Plus)
 


08.07.2001

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