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Lowcost-Palmtop
Ursprünglich sollte der Oregon Osaris erst im nächsten Jahr getestet werden, wenn eine eingedeutschte Version zur Verfügung steht. Wir haben dann aber trotzdem von Oregon Scientific ein Testgerät angefordert, weil Tchibo im Dezember 1999 das Gerät als englische Version in den Filialen anbot.
Zu beachten ist, dass das uns vorliegende Testgerät nicht genau den bei Tchibo verkauften Geräten entspricht. So beträgt der Arbeitsspeicher 8 statt 4 Megabyte und von der versprochenen deutschsprachigen Anleitung war auch noch nichts zu sehen.
Das Gerät ist sehr kompakt, obwohl der Hersteller auf den von Psion Serie 3 und 5 bekannten Schließmechanismus verzichtet hat, bei dem die Tastatur sich beim Schließen unter den Deckel schiebt. Wie beim Psion kennt das Osaris-Display nur eine Öffnungsstellung, was manche Anwender stören wird, die das Display gerne optimal ausrichten würden. Bedingt durch die Gerätegröße ist die englische Tastatur sehr klein ausgefallen. Ein deutlicher Druckpunkt ist zwar bei den meisten Tasten vorhanden und notfalls kann auch ein softwaremäßiger Tastenklick hinzugeschaltet werden, trotzdem ist der Rechner für das Schreiben längerer Texte weniger geeignet. Die Auflösung des mit einer zuschaltbaren Hintergrundbeleuchtung versehenen Displays, welches ausreichenden Kontrast bietet, beträgt 320 x 200 Bildpunkte.
Weil Oregon Scientific im Osaris das von Psion entwickelte EPOC-Betriebssystem einsetzt, stehen dem Anwender zahlreiche Programme zur Verfügung, die zum Teil sogar kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können. Allerdings funktionieren einige ältere Applikationen nicht auf dem Osaris, da sie auf dessen Bildschirmauflösung keine Rücksicht nehmen. Viele Programmierer passen ihre Software jetzt aber an unterschiedliche Auflösungen an, nicht zuletzt, weil auch der neue Psion Revo eine vom Serie 5 abweichende Auflösung hat.
Die vom Psion Serie 5 her bekannte "Message Suite", die neben einem Webbrowser auch ein kombiniertes Email/Faxprogramm enthält, ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten, muss aber bei Bedarf von der beiliegenden CD installiert werden.
Recht häufig sind wir gefragt worden, ob die 4 Megabyte Arbeitsspeicher des Osaris nicht zu eng bemessen sind. Eine klare Antwort darauf müssen wir schuldig bleiben, weil jeder Nutzer andere Ansprüche an die zusätzliche Softwareausstattung stellt. Zu bedenken ist jedoch, dass alle wichtigen Applikationen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Terminplaner und Adreßverwaltung bereits im ROM enthalten sind und somit kein wertvolles RAM belegen. Außerdem lassen sich Applikationen und Daten auch auf optional (teuer) erwerbbare CompactFlash-Karten auslagern, um Speicher zu sparen.
Mit NiMH-Akkus lief der Osaris 44 Stunden, allerdings reduziert sich diese Zeit bei intensiver Nutzung der Tastatur beziehungsweise der Hintergrundbeleuchtung erheblich.
Synchronisationssoftware
Im Lieferumfang des Osaris ist "EPOC Connect" enthalten, bei dem es sich offensichtlich um ein eine OEM-Version von Psions PsiWin handelt. Unterstützt wird unter anderem die Synchronisation mit Lotus Organizer, Microsoft Outlook und Schedule, aber auch der Datenaustausch zwischen Desktop- und EPOC-Anwendungen ist möglich, um zum Beispiel Word-Dateien auf dem Osaris zu verarbeiten, und umgekehrt. Eine (hoffentlich) vollständige Liste der von PsiWin beziehungsweise EPOC Connect unterstützten Anwendungen finden Sie in der EPOC-Übersicht.
Unterschiede zu Psion-Rechnern
Der Oregon Osaris kann im Gegensatz zu den Psion-Rechnern keine Voicememos aufnehmen und verfügt deshalb weder über eine Soundbearbeitung noch kann er selbsterstellte Klänge als Alarm abspielen. Als Alarmeinstellung lassen sich deshalb nur verschiedene "analog" generierte Klänge einstellen. In der Agenda (Terminverwaltung) ist - vermutlich wegen des zu kleinen Displays - die Jahresübersicht dem Rotstift zum Opfer gefallen.
Wie beim Psion Serie 5 können auch beim Osaris von CD ein Email-Programm und ein einfacher Webbrowser installiert werden ("Psion Message Suite"). Über das Email-Programm lassen sich nicht nur Emails versenden und empfangen, sondern auch Faxe. Allerdings ist Psion mit dem Serie 5mx Pro schon einen Schritt weiter und hat dem Email-Programm auch eine Funktion für das Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten spendiert.
Fazit
Interessant ist der Oregon Osaris in der 4 Megabyte-Version, wie sie Tchibo anbot, für Anwender, die mit einem stiftbedienten Organizer nicht zurechtkommen. Durch die Option, weitere EPOC-Programme zu laden, kann der Rechner sehr flexibel an die eigenen Bedürfnisse angepaßt werden. Anwender, die häufiger unterwegs Texte erstellen, um sie zum Beispiel später auf dem Desktop-PC weiterzuverarbeiten, werden sich dagegen an der unergnomischen englischen Tastatur stören und sollten besser zu einem anderen Palmtop greifen.
Der günstige Preis des Osaris muss ganz klar durch Kompromisse wie die vergleichsweise Displayauflösung, wenig Arbeitsspeicher und eine englische Tastatur, erkauft werden. Betrachtet man aber den Handheld-Markt, gibt es in dessen Preisregion keine Alternative, wenn man einmal von gebraucht angebotenen Psion-Rechnern absieht.
Bewertung im Kurzüberblick
+ günstiger Preis
+ viele vorhandene EPOC-Applikationen nutzbar
+ kompletter Lieferumfang (Netzteil, Synchronisationssoftware, PC-Anschlußkabel)
+ Erweiterbarkeit über CompactFlash-Speicherkarten
- englischsprachige Tastatur mit schlechtem Druckpunkt
- kontrastschwaches Display mit geringer Auflösung
| Technisches Datenblatt |
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Hersteller
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Oregon Scientific
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Bezeichnung
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Osaris Personal Digital Assistant
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Betriebssystem
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EPOC
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Display
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Touchscreen
320 x 200 Bildpunkte, 16 Graustufen
Pixelgröße 0,21 x 0,27 mm
Hintergrundbeleuchtung
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RAM
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4, 8 oder 16 Mbyte
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ROM
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k.A.
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Prozessor
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k.A.
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Batteriebetrieb
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2 x AA, Sicherungsbatterie
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Abmessungen (mm)
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170 x 91 x 22
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Gewicht
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304 g
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Zusätzliche Funktionen
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- Agenda
- Datenbank
- Telefonbuch
- Textverarbeitung
- Notizen
- Tabellenkalkulation
- Weltzeit
- Taschenrechner
- Webbrowser
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Schnittstellen
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- serielle Schnittstelle
- IrDA-Port
- DC-Stromanschluß
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Lieferumfang
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- PC-Verbindungskabel
- CD mit deutscher Bedienungsanleitung, Synchronisationssoftware
- Netzteil
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Zusätzliche Software
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k.A.
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Optionales Zubehör
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- 33,6 Kbps-Modem
- Modemkabel
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Garantie
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24 Monate
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VK laut Hersteller (DM)
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4 MB-Version: 499,- (bei Tchibo)
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Erhältlich in Deutschland
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Deutsche Version ab Frühjahr 2000
Englische 4 MB-Version bei Tchibo
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08.07.2001
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