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Der Nachfolger
Windows CE ist als Betriebssystem für verschiedenste Anwendungsgebiete gedacht. Microsoft hat daher verschiedene Abteilungen ins Leben gerufen, die Windows CE für ihre Zwecke weiterentwickeln. Derzeit sind dies unter anderem die Abteilungen für Pocket PC (stiftbediente Organizer), Handheld PC (Handhelds mit Tastatur), Automotive PC (für den KFZ-Einsatz), Settop-Boxen (digitaler TV/Kabelempfang) und Smartphones. Jede Abteilung entwickelt zielgruppenspezifische Erweiterungen von Windows CE, die wiederum den anderen Abteilungen zur Verfügung gestellt werden.
Die Version Windows CE 3.0 auf den Pocket PCs hat sich als besonders erfolgreich erwiesen. In der Folge hat die zuständige Abteilung mit dem "Pocket PC 2002"-Betriebssystem eine verbesserte Version auf den Markt gebracht. In den Medien wird sie manchmal als "Windows CE 3.5" oder sogar "Windows CE 4.0" bezeichnet, tatsächlich basiert "Pocket PC 2002" aber weiterhin auf Windows CE 3.0. Windows CE 3.0 besteht aus dem Betriebssystemkern und verschiedenen Applikationen. PDA-Hersteller können aber auch den Betriebssystemkern verwenden, was einiges an Lizenzgebühren spart. Dann sind aber alle Anwendungen, von der Kontaktverwaltung, bis zum Email-Client vom PDA-Hersteller selbst zu entwickeln. Derzeit bietet nur Casio mit dem BE-300 ein solches Gerät an.
Windows CE 4.0
Am 7. Januar kündigte Microsoft schließlich Windows CE 4.0 vor, das als Windows CE.Net auf den Markt kommen soll. Wann die Pocket PC-Abteilung auf das neue Betriebssystem wechselt, ist allerdings noch unklar.
Die wichtigsten neuen Features:
- Bluetooth: Nutzung von Bluetooth-fähigen Handys zur Datenkommunikation, LAN-Zugriff per Bluetooth.
- WLAN 802.11 Zero Configuration: Lückenloses Roaming zwischen mehreren WLAN-Netzwerken.
- Media Sense: Anwendungen können die aktiven Verbindungen erkennen und darauf reagieren. Zum Beispiel, indem sie die Datenübertragung von WLAN auf GPRS umschalten.
- Echtzeit-Datenübertragung: Ermöglicht Voice over IP, also Internet-Telefonie.
- Internet Explorer 5.5: Erweiterte Version des in Windows CE enthaltenen Webbrowsers.
- Multimedia:: Das Betriebsystem wurde um zahlreiche Multimedia-Funktionen erweitert, darunter Direct3D, DirectDraw, DirectMusic, DVD-Video, Windows Media und DRM. Einige der Funktionen sind aber schon zuvor auf den Pocket PCs möglich gewesen.
- Benutzeroberfläche: das Aussehen der Oberfläche mit allen interaktiven Elementen (Schaltleisten, Icons, Laufleisten, usw.) ist vom PDA-Hersteller anpassbar.
- Bildschirm: Mehrere Bildschirme lassen sich gleichzeitig betreiben. Zudem kann der Bildschirm in 90 Grad-Schritten rotiert werden. Auch das schon von den Pocket PCs her bekannte ClearType zur Verbesserung der Bildschirmlesbarkeit, findet den Weg in Windows CE 4.0.
- Datenspeicher: Das interne Dateisystem ist nun gegen Überschreiben geschützt. Außerdem lassen sich Dateien verschlüsseln. Das interne Dateisystem darf sich nun statt im RAM auch auf anderen Geräten, z.B. FlashROM oder einer Festplatte, befinden. Außerdem liefert Microsoft Treiber für Festplatte, CD-ROM, DVD, Floppy-Disk und PC-Karten mit.
21.06.2002
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