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Testbericht

Sony Ericsson P800 Das seit Anfang 2003 erhältliche Sony Ericsson P800 ist eine Kombination zwischen Handy und Organizer. Um Platz zu sparen, hat der Hersteller die Tastatur ausklappbar gemacht. Standardmäßig lässt sich das Smartphone also wie ein normales Handy nutzen, aber erst mit ausgeklappten Tastenfeld steht der volle Leistungsumfang zur Verfügung. Beispielsweise lassen sich auf der Handyoberfläche nur Kontakte suchen und Anrufen, während die Kontaktneuerfassung nach dem Aufklappen möglich ist. Dann erhöht sich auch die sichtbare Bildschirmauflösung von 208x144 Bildpunkten auf 208x320 Bildpunkte und der Bildschirm arbeitet als Touchdisplay. Der Bedienstift ist sehr flach und befindet sich auf der linken Seite des Handys.

Sony Ericsson P800 Wie von anderen PDAs gewohnt, läuft der Aufruf der integrierten Anwendungen über ein Programm-Menü. Alternativ lassen sich häufig genutzte Applikationen auch mit Schnellaufruf-Icons am oberen Bildschirmrand starten. Die Bedienung ähnelt sowohl den Pocket PCs, als auch den PalmOS-PDAs ohne die Konkurrenten zu imitieren. So fehlt das von Pocket PCs gewohnte Startmenü, während die Bildschirmunterteilung in Menüleiste, Arbeitsbereich und Iconleiste mit häufig benötigten Funktionen an die Pocket PCs erinnert. PalmOS-typisch wird aber weitgehend auf Popup-Menüs verzichtet. Auf dem P800 sind bereits alle standardmäßig erwarteten Anwendungen wie beispielsweise Kontakt-, Termin- und Aufgabenverwaltung enthalten. An Kommunikationsanwendungen sind neben SMS- und MMS-Client, ein Webbrowser und ein Email-Client enthalten. Auch die Integration der einzelnen Anwendungen untereinander ist gut gelöst: Ordnet man ein mit der integrierten Digitalkamera erstellte Bilder einem Kontakt zu, erscheint dessen Foto bei Anrufen des entsprechenden Kontakts. Aus SMS-, MMS-, oder Email-Client ist auch der Zugriff auf Kontakte möglich.

An Eingabemethoden steht neben einer Einzelzeichenerkennung (ähnlich PalmOS) auch eine virtuelle Tastatur zur Verfügung.

Im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Pocket PC- und PalmOS-Lager ist der Datentransfer zwischen P800 und PC intelligent gelöst. Alle Datentypen liegen nämlich in eigenen Verzeichnissen auf dem Handy. Kopiert man beispielsweise ein Bild über die Synchronsationssoftware auf das P800, dann wird es automatisch in das korrekte Verzeichnis, in diesem Fall das "Image"-Verzeichnis abgelegt.

Als externes Speichermedium setzt Sony Ericsson auf den Memory Stick Duo, im Prinzip ein verkleinerter Memory Stick. Über einen mitgelieferten Adapter lässt sich daher der beiliegende Memory Stick Duo ses P800 mit 16 Megabyte auch in einer Sony Kamera verwenden.

Fazit

Das P800 lässt als gelungene Kombination aus Handy und Organizer praktisch keine Wünsche offen. Einzig das Bonbon-farbige Design und die für ein Handy zu großen Abmessungen stören.

Technisches Datenblatt
Hersteller   Sony Ericsson  
Bezeichnung   P800  
Betriebssystem   SymbianOS 7.0 UIQ 2.0  
Display   Touchscreen LCD
4096 Farben
208x320 Bildpunkte (geöffnet)
208x144 (geschlossen)
 
RAM   32 MB (davon 12 MB für Anwender frei)  
ROM   k.A.  
Prozessor   ARM9/156 MHz  
Batteriebetrieb   Lithium-Polymer-Akku, 1000 mAh Kapazität  
Abmessungen BHT (mm)   117 x 59 x 27  
Gewicht   Mit Tastenfeldklappe: 158 g
Ohne Tastenfeldklappe: 148 g
 
Zusätzliche Funktionen   - Mikrofon und Lautsprecher in Gehäuse integriert (Voice-Memo)
- Jog-Dial (Cursortastenfunktionen, sowie Enter)
- Kamera-Taste
Browser-Taste
- Ein/Ausschalter
- Indikator-LEDs für Netz und Bluetooth

Bedienung über
- virtuelle Tastatur
- Jot-Zeichenerkennung
- Multitap (geschlossene Klappe)
 
Schnittstellen   - IrDA Infrarot-Port
- USB-Schnittstelle
- Bluetooth
- Memory Stick Duo-Einschub
- Anschluß für Freisprecheinrichtung
 
Lieferumfang   - Dockingstation mit festem USB-Anschlußkabel
- CD-ROM mit Synchronisationssoftware für Lotus Organizer 5/6, Lotus Notes 5.0/6, MS Outlook 98/2000/2002
- Tasche
- Memory Stick Duo 16 MB
 
Zusätzliche Software   k.A.  
Optionales Zubehör   k.A.  
VK laut Hersteller   849 Euro (Preis zur Markteinführung)  
Erhältlich in Deutschland   Februar 2003  


17.03.2004

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