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Testbericht
Das Siemens SX1 setzt auf ein interessantes Design, indem die Nummerntasten nicht unterhalb des Displays, sondern an der linken und rechten Seite untergebracht wurden. Somit konnte der Hersteller dem Handy ein größeres Display spendieren. Allerdings muss man etwas Eingewöhnungszeit bei der Bedienung der beleuchteten Nummerntasten einkalkulieren. Im Vergleich zu manch anderem Handy sind die Tasten zur Rufannahme und zum Auflegen angenehm groß ausgefallen. Eine Pein ist der Joystick, der dem Finger keinen Halt bietet und deshalb mit dem Fingernagel hin- und herbewegt wird. Wie man es besser löst zeigt der Konkurrent Sony Ericsson bei seinen - zugegebenermaßen in einer niedrigeren Preisklasse spielenden - T610 oder T630, wo der Joystick sich bequem bewegen lässt.
Vom SX1 werden zwei Modi bei der Benutzeroberfläche angeboten, zum einen die klassische Handyoberfläche, zum anderen ein Hauptmenü, aus dem man die eingebauten Anwendungen aufrufen kann. Zwischen den beiden Modi wechselt man mit einem Druck auf die Hardware-Menütaste unterhalb des Displays.
Bei der Bedienung zeigt das SX1 einige Schwächen. So ist die Benutzeroberfläche sehr bunt und verschwendet viel Bildschirmfläche mit großen Symbolen am oberen Bildschirmrand. Auch fehlt auf der Telefonoberfläche ein Optionen-Menü, wie es beispielsweise alle Sony Ericsson-Handys anbieten. Möchte man beispielsweise die Infrarotschnittstelle aktivieren, betätigt man beim Sony Ericsson T610/T630 nur zwei Tasten, indem man das Optionen-Menü aktiviert und dort "Infrarot ein" auswählt. Beim SX1 muss man dagegen die Telefonoberfläche verlassen und vom Hauptmenü aus in die Einstellungen gehen.
Ärgerlich, dass Termine, Aufgaben, und Notizen sich nicht duplizieren lassen, sondern vom Anwender jeweils neu eingegeben werden müssen. Lobenswerterweise ist aber die Kopierfunktion bei der Kontaktverwaltung vorhanden.
Wer regelmäßig einige auf seiner SIM-Karte gespeicherte Kontakte anwählt, muss ebenfalls erst die Telefonoberfläche verlassen und vom Hauptmenü aus sich in "Extras" begeben und dann auf "SIM-Telefonbuch" gehen. Man kann sich allerdings das Leben erleichtern, indem man das SIM-Telefonbuch einer Nummerntaste zuweist. Drückt man dann in der Telefonoberfläche die Nummerntaste für zwei Sekunden, werden die SIM-Kontakte angezeigt. Beim Sony Ericsson T610/T630 ist das unserer Ansicht noch etwas besser gelöst, denn dort gibt man nur die ein- oder zweistellige Positionsnummer des Kontakts auf der SIM-Karte ein und betätigt die Hörer aufnehmen-Taste, um einen Anruf durchzuführen.
Besser gelöst als beim Konkurrenten Sony Ericsson ist die Blockierung der Rufnummernübermittlung. Während sich bei allen Handys des schwedisch-japanischen Herstellers (vom T68i bis zum P900) die Rufnummernübermittlung nur umständlich von Fall zu Fall steuern lässt, ist beim SX1 die Rufnummernübermittlung pauschal aktivier- bzw. deaktivierbar.
Was dem SX1 ebenfalls fehlt, ist die raffinierte Anrufsteuerung, die man bei Sony Ericsson findet. So lassen sich bei Sony Ericsson Rufnummern festlegen, die durchgelassen oder blockiert werden. Blockierte Anrufer landen dann aber trotzdem in der Anrufliste.
Gut gelöst ist auch die Mitteilungen-Anwendung, welche übersichtlich alle eingegangenen und versandten SMS, MMS und Emails verwaltet. Leider gibt es aber auch hier einige Features, die bei der Konkurrenz besser gelöst sind. Beispielsweise zeigen die Handys von Sony Ericsson bei eingegangenen SMS oder MMS automatisch als Absender statt der Mobiltelefonnummer den Kontaktnamen an, wenn dieser im Telefonbuch enthalten ist. Beim SX1 sieht man dagegen nur die Mobiltelefonnummer und darf dann rätseln, woher die SMS, beziehungsweise MMS herkommt. Obwohl der MMS-Standard mehrseitige Nachrichten vorsieht, die beim Empfänger wie eine Diashow sekundengenau abgespielt werden, kennt der MMS-Editor des SX1 leider nur einseitige MMS. Auch hier ist beispielsweise das Sony Ericsson T610/T630 wesentlich leistungsfähiger.
Als klassisches Handy auf Basis der Nokia Series 60-Plattform lassen sich um dem SX1 zahlreiche Anwendungen und Spiele installieren, die ursprünglich für die Nokias entwickelt wurden. Zudem sind zahlreiche Programme auch in einer für das SX1 angepassten Version verfügbar.
Überzeugen kann die Synchronisationssoftware des SX1. In der "Launchbar" der Siemens Data Suite sind alle Funktionen zum Up- und Download von Dateien, sowie die Outlook-Datensynchronisation aufrufbar.
Wie bei vielen anderen Smartphones auch, ist das SX1 mit einem Steckplatz für MMC-Speicherkarten ausgerüstet. Zwar sollte man laut Siemens die Karte softwaremäßig vorher "abmelden", in der Praxis ist aber ein Entnehmen der Speicherkarte jederzeit ohne Probleme möglich. Nicht unterstützt werden dagegen SD-Karten, die inzwischen die weitgehend baugleichen MMC ablösen.
Die eingebaute Digitalkamera des SX1 ist im direkten Vergleich geringfügig besser als die vom Sony Ericsson P800 oder P900, kann aber allein schon wegen der geringen Auflösung von 640x480 Bildpunkten und dem fehlenden Blitz keine konventionelle Digitalkamera ersetzen. Mit dem Joystick kann der Nutzer sich bis zu 5-fach an Objekte heranzoomen, wobei die Vergrößerung allerdings elektronisch und nicht optisch erfolgt, weshalb gezoomte Bilder schwammig erscheinen.
Praktisch ist das eingebaute FM-Radio mit automatischer Sendersuche, welches allerdings optimal nur mit dem mitgelieferten Headset funktioniert, das gleichzeitig als Antenne fungiert. Ohne Antenne ist der Radio-Betrieb nur möglich, wenn starke Sender in der Nähe sind.
Fazit
Die angebotenen Funktionen entsprechen dem von einem Smartphone erwarteten Standard, während die Bedienung an manchen Punkten zu Wünschen übrig lässt. Warum ein großes Online-Magazin das SX1 in seiner Handy-Bestenliste auf den ersten Platz gesetzt hat, wird uns wohl immer ein Rätsel bleiben...
| Technisches Datenblatt |
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Hersteller
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Siemens
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Bezeichnung
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SX1
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Betriebssystem
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SymbianOS (Nokia Series 60-Plattform)
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Display
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65535 Farben
176x220 Bildpunkte
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RAM
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4 MB
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ROM
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k.A.
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Prozessor
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ARM-kompatibel/133 MHz
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Batteriebetrieb
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Lithium-Polymer-Akku, 1000 mAh Kapazität
Standby: ca. 200 h
Sprechzeit: ca. 200 h
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Abmessungen BHT (mm)
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117 x 59 x 27
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Gewicht
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116 g
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Zusätzliche Funktionen
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- Kamera-Taste
Browser-Taste
Bedienung über
- Tastenfeld
- Digitalkamera mit max. 640x480 und Video-Aufnahme
- FM-Radio
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Schnittstellen
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- IrDA Infrarot-Port
- USB-Schnittstelle
- Bluetooth
- MMC-Einschub
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Lieferumfang
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- USB-Anschlußkabel
- CD-ROM mit Siemens Data Suite für Outlook-Datenabgleich
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Zusätzliche Software
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k.A.
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Optionales Zubehör
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k.A.
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VK laut Hersteller
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639 Euro
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Erhältlich in Deutschland
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ca. Dezember 2003
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11.04.2004
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