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Testbericht

Motorola Razr V3 Kaum ein anderes Handy hat für soviel Aufsehen beim Erscheinen gesorgt, wie das Motorola Razr V3. Kein Wunder, denn das Razr ist ein sehr dünnes Klapphandy mit einem interessanten Design. So besteht das Gehäuse des Quadband-Handys vollständig aus Metall und nicht aus billigeren Plastik wie andere Handys. Interessant ist auch die Tastatur, welche aus einem einzigen Stück Metall besteht. Sehr leuchtstark ist das Display mit 176 x 220 Pixeln Auflösung. Das für Klapphandys übliche Mini-Display auf der Deckelaußenseite informiert beispielsweise über die Rufnummer eines eingehenden Anrufs, kann aber in der Kamera-Funktion auch als Sucher dienen - wenn man sich selbst knippsen will. Dem flachen Design des Tastenfeldes hat Motorola leider etwas des Komforts geopfert, denn die Tasten haben keine deutlich fühlbare Abgrenzungg, sind aber zumindest gut beleuchtet und haben einen angenehmen Druckpunkt.

Einen positiven Eindruck hinterlässt der PC-Anschluss, denn auf einen firmenspezifischen Stecker verzichtet der Hersteller und hat dem Razr stattdessen eine ganz normale Mini-USB-Buchse spendiert, die man auch an vielen Digitalkameras findet. So ist man nicht unbedingt auf das mitgelieferte USB-Kabel angewiesen, wenn man mit dem PC Daten austauschen will. Zum Akkuladen verwendet man entweder das beiliegende Netzteil oder nutzt die (langsamere) Ladefunktion, die sich aktiviert, wenn man den Razr am PC anschließt.

Während also die Technik also überzeugt, sieht es mit der Software eher düster aus. Zwar bietet das Handy alle grundlegenden Funktionen wie Telefonbuch, Terminkalender oder Kamera, die Bedienung und der Funktionsumfang lässt aber zu wünschen übrig. So speichert das Razr-Telefonbuch zu jedem Kontakteintrag nur eine Rufnummer oder Email-Adresse. Möchte man also einem Kontakt mehrere Telefonnummern zuordnen, erstellt man dazu mehrere Kontakteinträge. Entsprechend unübersichtlich ist daher das Telefonbuch. Kein Wunder, dass auch kein Datenabgleich mit MS Outlook vorgesehen ist - wozu auch, wenn der Funktionsumfang so eingeschränkt ist. Stattdessen verfügt die PC-Synchronisationssoftware Motorola Mobile Phone Tools über eine eigene Telefonbuchverwaltung.

Die Menü-Nutzung sollte Motorola ebenenfalls mal überarbeiten, denn während beispielsweise bei Sony Ericsson einzelne Menüeinträge den Nummerntasten zugeordnet sind, muss man beim Razr jeweils jeden Menüeintrag einzeln mit der Navigationstaste ansteuern, die im Tastenfeld versenkt ist und am besten mit dem Fingernagel bedient wird. Als kleine Entschädigung bietet das Handy allerdings die Möglichkeit, Menüs, beziehungsweise Anwendungen, über Tasten-Shortcuts aufzurufen.

Positiv fällt wiederum die eingebauten Nachrichten-Anwendung auf, die neben SMS und MMS auch Emails verarbeitet. Über den Email-Client verschickt und empfängt man auch Dateianhänge mit Sounds oder Bildern.

Praktisch unbrauchbar ist die Sprachmemo-Funktion, welche auf 60 Sekunden Aufnahmedauer beschränkt ist.

Fazit

Das Razr V3 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Während das Design überzeugt, hinkt es in punkto Bedienung und Software den Handys von anderen Herstellern deutlich hinterher.

Technisches Datenblatt
Hersteller   Motorola  
Bezeichnung   Razr V3  
Betriebssystem   (Eigenentwicklung von Motorola)  
Display   Innen: 262.000 Farben / 176x220 Bildpunkte
Außen: 4096 Farben / 96x80 Bildpunkte
 
RAM   5,5 MB  
ROM   k.A.  
Prozessor   k.A.  
Batteriebetrieb   Lithium-Ion-Akku, ? mAh Kapazität
Standby: ca. 250 h
Sprechzeit: ca. 7 h
 
Abmessungen BHT (mm)   98 x 53 x 14  
Gewicht   95 g  
Zusätzliche Funktionen   - Lautstärke-Tasten
- Smart-Key (diverse Funktionen)
- Sprechtaste (für Sprachsteuerung)
 
Schnittstellen   - USB-Schnittstelle
- Bluetooth
 
Lieferumfang   - Netzteil
- CD-ROM mit Mobile Phone Tools
- Headset
 
Zusätzliche Software   k.A.  
Optionales Zubehör   k.A.  
VK laut Hersteller   ca. 400 Euro  
Erhältlich in Deutschland   Herbst 2004  


Getestet: 09/2005
14.09.2005

Motorola KRZR K3 Sonstige Motorola Razr V3i

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