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Testbericht
von Rainer Gievers
Auf den ersten Blick ist der T-Mobile MDA Vario nicht als Smartphone auszumachen, da das Gerät ein Pocket PC-typisches 240x320-Display aufweist. Größenmäßig spielt der Vario in einer Klasse mit dem sehr beliebten MDA Compact, ist aber deutlich dicker, was an der ausziehbaren Tastatur liegt. Das "kleine Brikett" trägt daher in der Hosen- oder Hemdtasche unangenehm auf. Darüber hinaus muss man wegen der abgerundeten Bauform auch Kompromisse bei der Bedienung machen. Liegt der Vario nämlich flach auf dem Tisch, fängt er unangenehm zu wackeln, wenn man ihn mit dem Stift bedient.
Im Gegensatz zum MDA Compact ist der MDA Vario mit Windows Mobile 5 statt dem Pocket PC 2003-Betriebssystem ausgestattet. Wie bei Handys üblich, sind jetzt viele Softwarefunktionen über zwei Tasten rechts und links unterhalb des Displays erreichbar, wobei der Bildschirm jeweils informiert, welche Funktion die Tasten gerade haben. Damit einhergehend hat Betriebssystem-Lieferant Microsoft auch die Benutzeroberfläche und die mitgelieferten Anwendungen ordentlich aufgeäumt: Anstatt über unverständliche Icons an der Bildschirmunterseite sind jetzt alle Funktionen in die Menüs verbannt. Leider sind in Windows Mobile einige Features, die wir zumindest manchmal nützlich fanden, verschwunden. So lassen sich Pocket Word, das jetzt Word Mobile heißt, keine Grafiken mehr erstellen und auch in den Notizen zu Einträgen in der Kontaktverwaltung sind keine Grafiken mehr möglich. Die kaum genutzten Felder CC (Carbon Copy) und BCC (Blind Carbon Copy) sind im Email-Client der Mesasaging-Anwendung verschwunden.
Die Integration der Telefoniefunktionen schreitet beim MDA Vario weiter fort. Die vormals beim MDA Compact separate Verwaltung der Kontaktfotos ist jetzt in der Kontaktverwaltung integriert. Auch die fast unbrauchbare Spracherkennung des MDA Compact ist nun einer Microsoft-eigenen Lösung gewichen. Noch arbeiten muss Microsoft an der MMS-Verwaltung, die von einem Drittanbieter stammt und bedienungstechnisch von den anderen mitgelieferten Anwendungen etwas abweicht.
Viele Macken, die beim MDA Compact noch störten, sind im MDA Vario ausgemerzt: Mit der Kamera aufgenommene Videos spielt nun der Media Player und nicht ein zusätzlicher Video-Player ab; die Sprachmailbox vo T-Mobile ist jetzt korrekt als Kurzwahl vordefiniert; PDF- und PowerPoint-Anzeiger sind im ROM enthalten und müssen nicht nachinstalliert werden; der Email-Einrichtungsassistent arbeitet endlich (fast) fehlerfrei.
Im MDA Vario integriert ist neben WLAN mit 11 Mbps auch Bluetooth. Hier merkt man deutlich, dass sich Microsoft um die Sicherheit des Anwenders sorgt, denn über WLAN ist keine Datensynchronisation mit dem Desktop-Rechner möglich, obwohl dieses Feature von den Windows Mobile-Vorgängerversionen noch unterstützt wurde. Eine weitere Einschränkung betrifft die Bluetooth-Profile, denn ein Profil, das den direkten Zugriff auf Dateien oder Verzeichnisse des MDA Vario erlaubt, fehlt.
Ein Highlight des MDA Vario ist natürlich die ausziehbare Tastatur, die ein einigermaßen flottes Tippen ermöglicht. Praktischerweise schaltet sich die Bildschirmdarstellung nach dem Ausziehen automatisch auf die Querdarstellung um und viele Menü-Funktionen sind über Tastenkürzel erreichbar.
Wo gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten? Unangenehm ist die Modem-Anwendung aufgefallen, die dazu dient, über ein PC oder Notebook per Infrarot oder USB-Kabel im Mobilnetz eine Internetverbindung zu nutzen. Bei uns hat sie zumindest trotz vieler Versuche nicht funktioniert. Dagegen funktioniert die Internetverbindung, wenn man Bluetooth dafür verwendet, einwandfrei. Unschön sind auch die vielen Umstellungen in den Menüs im Vergleich zur Vorgängerversion "Windows Mobile 2003 SE" des Betriebssystems. Hoffentlich ändert sich dies in künftigen Windows Mobile-Versionen nicht mehr. Sehr negativ fällt auch "Pocket MSN" auf, mit dem Microsoft seine eigenen Dienste MSN Messenger und MSN Hotmail pusht - MSN Hotmail ist in der Email-Anwendung fest vordefiniert und lässt sich nicht entfernen, obwohl dieser Microsoft-Dienst in Deutschland angesichts von GMX und anderen Email-Anbietern keine Rolle spielt.
Fazit
Der T-Mobile MDA Vario überzeugt als Smartphone und Pocket PC und ist mit seiner ausziehbaren Tastatur besonders für Anwender interessant, die viele Texteingaben vornehmen müssen. Dafür muss man allerdings Kompromisse bezüglich Gewicht und Abmessungen eingehen.
Bewertung
Positiv
- Ausziehbare QWERTZ-Tastatur
- Erweiterbar über SD-Mini-Karten
- WLAN und Bluetooth integriert
Negativ
- Gerät ist vergleichsweise klobig
- Bluetooth-Funktionen eingeschränkt
- Gerät wackelt, wenn es auf dem Tisch liegend, bedient wird
| Technisches Datenblatt |
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Hersteller
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T-Mobile
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Bezeichnung
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MDA Vario
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Betriebssystem
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Windows Mobile 5 (Pocket PC 2005)
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Display
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Touchscreen LCD
65536 Farben
240x320 Bildpunkte
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RAM
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128 MB
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ROM
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64 MB
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Prozessor
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TI OMAP 850 / 200 MHz
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Batteriebetrieb
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Li-Ion-Akku 1300 mAh
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Abmessungen BHT (mm)
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108 x 58 x 24
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Gewicht
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168 g
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Zusätzliche Funktionen
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- Bluetooth
- WLAN (IEE 802.11b)
- miniSD-Steckplatz
Quadband GSM/GPRS
- 1,3 Megapixel Kamera
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Schnittstellen
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- PC-Anschlusskabel
-Netzteil
- Headset
- Gürteltasche
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Lieferumfang
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k.A.
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Zusätzliche Software
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k.A.
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Optionales Zubehör
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600,-
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VK laut Hersteller
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11/2005
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Erhältlich in Deutschland
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Stichwörter: Tmobile, T-Mobil, fario, Wario
Getestet: Januar 2005
22.01.2010
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