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Infos zu Windows Mobile 6
Windows Mobile 6.0 wurde am 12. Februar 2007 offiziell vorgestellt. Der Kern des Betriebssystems basiert weiterhin auf dem Vorgänger Windows Mobile 5 (mancherorts auch als Pocket PC 2005 bezeichnet). Wie auch beim Vorgänger Windows Mobile 5 liefert Microsoft das Betriebssystem in mehreren verschiedenen Varianten:
- Windows Mobile 6 Classic: Für PDAs mit Touchscreen, die keine Telefoniefunktionen besitzen. Diese Geräte entsprechen dem bekannten "Pocket PC". Schon das "Classic" im Namen macht klar, dass Microsoft von dieser Geräteklasse nicht mehr viel erwartet, denn die Smartphones mit Windows Mobile machen inzwischen einen immer größeren Anteil an den verkauften PDAs aus.
- Windows Mobile 6 Standard: Für Smartphones ohne Touchdisplay, die ausschließlich wie normale Handys über die Tastatur bedient werden.
- Windows Mobile 6 Professional: Für Handys mit Touchdisplay. Früher verwendete Microsoft für das Betriebssystem die Bezeichnung "Pocket PC Phone Edition".
Neue Features in Windows Mobile 6
Pocket Outlook:
- Suche in Exchange-Mail: Sofern der Anwender Microsoft Exchange Server 2007 für Mails nutzt, kann er dort nach bestimmten Kriterien suchen. Die gefundenen Mails kann man dann auf das eigene Gerät herunterladen.
- Fetch-Mail-Funktion: Anstatt beim Email-Abruf immer alle Nachrichten auf einmal herunter laden zu müssen, ist es jetzt auch möglich, auch einzelne Nachrichten inklusive allen Bestandteilen komplett zu laden (setzt Microsoft Exchange Server 2007 voraus).
- HTML in Emails: Erstmals wird in Mails auch HTML unterstützt. Der Anwender darf Mails mit HTML-Formatierung empfangen, anzeigen, erstellen und senden. Das Senden und Empfangen kann sowohl über ActiveSync, als auch POP, IMAP oder Exchange Server 2007 erfolgen. Schon bevor die vollständige Anzeige einer HTML-Mail erfolgt, sieht man eine Vorschau. Hyperlinks in Mails lassen sich direkt im Browser aufrufen.
- Outlook-Markierungen: Nachrichten lassen sich mit verschiedenen Farben markieren, um den Bearbeitungsstatus zu markieren. Diese Statusmarkierungen werden auch mit Microsoft Exchange 2007 abgeglichen.
- Sharepoint: Links auf Sharepoint-Dokumente lassen sich in HTML-Mails aufrufen. Somit müssen Dateien, die auf einem Sharepointserver lagern, nicht mitgeschickt werden. Benötigt Microsoft Exchange 2007.
- Filter: Die Anzahl der angezeigten Mails in der Nachrichtenauflistung lässt sich frei einstellen.
- Optimierte Hardware-Nutzung: Über Tasten-Shortcuts lassen sich viele Funktionen auch ohne Bedienstift aufrufen, so, wie man es von Outlook auf dem PC her kennt.
Informationsrechtemanagement (IRM): Anwender von Pocket Office können nun selbst über ein Informationsrechtemanagement (IRM) bestimmen, ob Mails vom Empfänger beispielsweise weitergeleitet werden dürfen.
Kalender- und Aufgaben:
- Aufgaben: Auf Handys mit Windows Mobile 6 Standard ist es nun möglich, Aufgaben direkt auf dem Gerät anzulegen und zu diesen Notizen einzugeben.
- Kalender: Die Kalenderansicht wurde grundlegend überarbeitet. Anwender sehen nun auf einem Blick freie Zeiten. In der Kalenderansicht erscheinen sofort die relevanten Daten. Das Look-and-Feel entspricht jetzt dem von MS Office 2007. Die Ansicht, in der der Kalender startet, ist jetzt einstellbar.
- Besprechungsteilnehmer und Status: In den Terminen kann man schon seit den Vorgängerversionen von Windows Mobile 6 die Teilnehmer einstellen, welche dann über den anstehenden Termin informiert werden. Bei Windows Mobile 6 ist nun der Status der Teilnehmer sichtbar. Ist man selbst als Teilnehmer eines Termins von jemand anders eingestellt worden, kann man sich den Termin-Organisator anzeigen. Jeder Besprechungsteilnehmer darf auch die anderen Teilnehmer anzeigen und kontaktieren. Die aufgeführten Funktionen sind aber nur für Nutzer von MS Echange Server 2007 verfügbar.
- Verwaltung von Besprechungsanfragen: In Besprechungsanfragen kann man sich anzeigen lassen, ob sich andere Besprechungstermine mit dem eigenen Besprechungstermin überschneiden. Als Empfänger einer Besprechungsanfrage kontrolliert man, ob es Terminüberschneidungen gibt. Wenn man eine Besprechungsanfrage aus dem Posteingang löscht, verschwindet man auch als Besprechungsteilnehmer. Die Antwort auf eine Besprechungsanfrage ist frei wählbar. Auch diese aufgeführten Funktionen sind aber nur für Nutzer von MS Echange Server 2007 verfügbar.
- Beantworten und Weiterleiten von Besprechungsanfragen: Aus dem Kalender ist es direkt möglich, auf einen Besprechungs-Organisator zu antworten. Alle Besprechungsteilnehmer dürfen ebenfalls aus dem Kalender angeschrieben oder sogar eingeladen werden. Alles wiederum nur für Nutzer von MS Echange Server 2007 verfügbar.
Verbesserte Funktionen für Smartphones:
- Externes Display: Bei Windows Mobile 6 Standard wird ein zusätzliches Display (zum Beispiel im Deckel) unterstützt.
- CompIME: Die CompIME-Textergänzung sorgt dafür, dass automatisch Wortvorschläge bei der Texteingabe erfolgen. Dabei greift das Textergänzungssystem sowohl auf ein festes Wörterbuch, als auch auf früher vom Anwender eingegebene Begriffe zurück. Dabei wird berücksichtigt, wann und wie häufig ein Wort zuvor eingegeben wurde. Im Prinzip handelt es sich also um ein Ergänzungsverfahren ähnlich T9.
Netzwerk-Features:
- VoIP:VoIP (Voice over IP)-Funktionen sind optional und nicht fester Bestandteil des standardmäßig ausgelieferten Betriebssystems.
- Internet-Sharing:Schon bisher konnte man die Onlineverbindung einem PC oder Notebook zur Verfügung stellen. Die sgeschah über die "Modem-Link"-Anwendung. Neuere NDIS-basierte Modem-Hardware in den Smartphones lässt sich damit aber nicht mehr nutzen. Als Ersatz kann man nun ein gewöhnliche USB-Verbindung nutzen oder nutzt eine Bluetooth-Verbindung.
- Advanced Audio Distribution Profile (A2DP): A2DP definierte Funktionen und Protokolle um Audiodaten in sehr hoher Qualität über Bluetooth-Verbindungen zu verschicken. Damit lassen sich ca, 300-400 kbit/s übertragen. Interessant ist dies für Nutzer von Bluetooth-Headsets und Lautsprechern.
30.05.2007
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