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Testbericht
Von Rainer Gievers
Das KRZR K1, von Motorola auch als MOTOKRZR K1 bezeichnet, setzt zwar die Klapphandy-Tradition der RAZR-Serie fort, ist aber deutlich schmaler, während das Gehäuse etwas dicker wurde. Das schwarzblaue, spiegelnde Plastik, auf der Deckeloberseite macht einen edlen Eindruck. Das Gehäuse und die Akkuabdeckung sind aus Metall. Bei wies allerdings das Plastik der Deckeloberseite nach einigen Tagen Einsatz in der Hosentasche einen Riss auf, obwohl Motorola darauf geachtet hat, dass das Plastik von einer Metalleinrahmung umgeben ist. Die matte Beschichtung des Akkudeckels konnte ebenfalls nicht dem Alltag trotzen und bröckelte an einigen Stellen ab. Man sollte halt keine Schlüssel in der gleichen Hosentasche transportieren...
Dem schicken Design hat der Hersteller aber offenbar die Qualität des Mobilfunkteils geopfert, denn in unserem Büro verpassten wir häufiger wichtige Anrufe, weil das KRZR keinen Empfang hatte. Recht häufig kommt es vor, dass erst nach dem Aufklappen der Empfang wieder hergestellt ist. Das kann zwar auch ein Problem unseres Testhandys sein, im Web und in unserem Bekanntenkreis scheint es aber ein häufiger diskutierter Mangel zu sein.
Das Display zwar im Vergleich zum RAZR ziemlich klein, aber trotzdem noch übersichtlich. Wegen der Auflösung von nur 176 x 220 Pixeln werden aber weniger Informationen dargestellt. Beim Nachfolgemodell KRZR K3, dessen Display 240 x 320 Pixel bietet, zeigt das Hauptmenü beispielsweise mehr Einträge an und die Bildschirmdarstellung ist schärfer.
Wenn man schon mit den RAZR-Modellen gearbeitet hat, wird man sich auch beim KRZR schnell zurechtfinden, denn alle wichtigen Funktionen finden sich an fast der gleichen Stelle in den Menüs. Auffällig ist aber, dass Motorola offenbar bei den Handys immer wieder ein anderes Übersetzerteam anheuert. So heißt der Menüpunkt, um in den Multimedia-Anwendungen zwischen Speicherkarte und dem internen Telefonspeicher zu wechseln, bei fast jedem Motorola-Modell anders: Beim KRZR K1 nennt sich das Menü schwerfällig "Speichereinheit wechseln", beim KRZR K3 einfach nur "Speicher wechseln". Diese ärgerlichen Inkonsistenzen zeigen sich auch in den anderen Menüs. Professionell ist soetwas nicht.
Die Kamera-Anwendung liefert akzeptable Videos und Fotos, letztere bis 1200 x 1600 Pixeln Auflösung. Für den Schnappschuss zwischendurch reicht das locker aus. Bei optimalen Lichtverhältnissen - und wenn sich das fotografierte Objekt nicht zu schnell bewegt - kommen häufig gute Bilder raus, die aber nicht gegen eine billige Digitalkamera konkurieren können. Auf LED-Fotolampe oder Blitz muss man allerdings verzichten.
Die Spracherkennung des KRZR K1 hat einen recht großen Sprung gemacht. Von den Modellen Razr V3 bis V3x hatte ja der Hersteller schon mit verschiedenen Erkennungssystemen experimentiert, welche teilweise nur nach vorherigem Training nutzbar waren. Beim KRZR K1 kommt dagegen eine sprecherunabhängige Erkennung zum Einsatz, die bei Bedarf auch Rückfragen in der Art "Meinten Sie?" durchführt. Wir selbst verwenden allerdings die Spracherkennung praktisch nie. Ärgerlich, dass man sie nicht deaktivieren kann. Denn häufig kommt man aus Versehen beim Deckelöffnen auf die Sprachtaste, worauf man erst einmal wieder das Spracherkennungsmenü wegdrücken muss. Beim KRZR K3 kann man dagegen die Außentasten deaktivieren.
Anrufe nimmt man mit Deckelöffnen entgegen. Ist der Deckel bereits offen, betätigt man die Hörertaste. Alternativ kann man aber auch eine Ansage aufsprechen, die der automatisch entgegengenommene Anrufer zunächst hört, während man selbst einen ruhigen Ort aufsucht und dann den Anruf entgegennimmt. Beim KRZR K3 fehlt diese Funktion übrigens.
Das Telefonbuch kann man dank der mitgelieferten "Phone Tools" auch mit MS Outlook synchronisieren, wobei die "Phone Tools" auch den Zugriff auf viele Funktionen und den Speicherinhalt des Handys ermöglichen. Der Kauf einer SD-Micro-Speicherkarte ist übrigens zu empfehlen, auch wenn der Telefonspeichermit rund 20 Megabyte recht großzügig bemessen ist. Schließt man nämlich den KRZR K1 per USB-Kabel an den PC an, verhält sich das Handy wie ein USB-Stick. Man kann dann problemlos und ohne Treiberinstallation Fotos, Videos und Klingeltöne oder MP3-Songs zwischen Rechner und Handy hin- und herkopieren. Zwischen dem USB-Stick-Modus und dem PC-Sync-Modus (letzteres für die Nutzung mit den "Phone Tools"), muss man in einem Menü umschalten.
SMS, MMS und Emails lassen sich natürlich ebenfalls auf dem KRZR K1 nutzen. SMS und MMS werden dabei in der gleichen Anwendung verwaltet. Fügt man in einer SMS ein zusätzliches Objekt, zum Beispiel ein Foto ein, schaltet das Handy automatisch in den MMS-Modus.
Fazit
Das KRZR K1 macht wegen seiner Empfangsprobleme keine gute Figur. Auch das Design ist nicht optimal gelöst, denn das Plastik im Displaydeckel, beziehungsweise die Akkudeckelbeschichtung, dürften auch bei vorsichtiger Nutzung nach einigen Monaten tiefe Kratzer aufweisen. Wenn man ein Motorola-Klapphandy mit guter Kamera und Speicherkartensteckplatz benötigt, ist das zur Zeit in den Märkten verramschte Razr V3i die bessere und kostengünstigere Wahl.
| Technisches Datenblatt |
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Hersteller
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Motorola
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Bezeichnung
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KRZR K1 (MOTOKRZR K1)
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Betriebssystem
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(Eigenentwicklung von Motorola)
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Display
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Innen: 262.000 Farben / 176x220 Bildpunkte
Außen: 65000 Farben / 96x80 Bildpunkte
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RAM
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ca. 20 MB
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ROM
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k.A.
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Prozessor
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k.A.
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Batteriebetrieb
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Lithium-Ion-Akku, 700 mAh Kapazität
Standby: ca. 300 h
Sprechzeit: ca. 6 h
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Abmessungen BHT (mm)
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103 x 42 x 16
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Gewicht
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109 g
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Zusätzliche Funktionen
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- Lautstärke-Tasten
- Smart-Key (diverse Funktionen)
- Sprechtaste (für Sprachsteuerung)
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Schnittstellen
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- USB-Schnittstelle
- Bluetooth
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Lieferumfang
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- Netzteil
- CD-ROM mit Mobile Phone Tools
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Zusätzliche Software
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k.A.
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Optionales Zubehör
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k.A.
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VK laut Hersteller
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ca. 380 Euro
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Erhältlich in Deutschland
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Frühling 2007
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Getestet: 06/20076
03.06.2007
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