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Motorola KRZR K3

Von Rainer Gievers

Motorola KRZR K3 Das KRZR K3, von Motorola auch als MOTOKRZR K3 bezeichnet, ist der große Bruder des KRZR K1. Während die Abmessungen praktisch gleich geblieben sind, glänzt das KRZR K3 nun mit UMTS-Unterstützung sowie einem eingebauten Webbrowser von Opera. Damit auch Videotelefonate möglich sind, bei dem einen das Gegenüber sieht, fand zudem eine zweite Kamera unterhalb des Displays Eingang. Die Displayauflösung wurde gegenüber dem KRZR K1 ebenfalls verbessert und beträgt nun 240x320 Pixel, sodass in Menüs mehr Einträge angezeigt werden.

Das gewohnte, aus einer Metallfolie bestehende Tastenfeld hat Motorola mit einer weiteren Taste besiedelt, die den Webbrowser aufruft. Leider liegt diese Taste genau unterhalb der Navigationstaste, weshalb man sehr häufig aus Versehen den Webbrowser aufruft, der sofort eine Internetverbindung herstellt. Da die Navigationstaste sowieso etwas kleiner als beim K1 ausfällt, kommen so schnell einige Euro für Internetnutzung zusammen. Ärgerlicherweise erfolgt noch nicht mal eine Sicherheitsabfrage!

Wie bei Motorola leider üblich, scheinen auch beim KRZR K1 und K3 wieder verschiedene Übersetzer aktiv zu sein. Viele Begriffe werden unterschiedlich übersetzt, was bei Handy-Wechslern manchmal zu Verwirrung führen dürfte. Beispielsweise heißt das Menü zum Wechseln der Anzeige auf die Speicherkarte beim K3 "Speicher wechseln", während es beim K1 noch "Speichereinheit wechseln" hieß. Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen...

Die Kamera-Anwendung liefert einigermaßen gute Bilder mit bis zu 1200 x 1600 Pixeln, die man am besten gleich auf die eingelegte microSD-Speicherkarte ablegt. Auf die Speicherkarte hat man übrigens - wie auch zum Beispiel bei den RAZR-Modellen V3i und V3x, sowie dem KRZR K1 - recht einfachen Zugriff am PC: Einfach das Handy in einem Menü auf den Speicherkartenmodus umschalten und sobald man das Handy am PC angeschlossen hat, verhält es sich ohne Treiberinstallation wie ein USB-Stick. Einen Blitz oder eine LED-Lampe hat das Handy für Dunkelheitsaufnahmen leider nicht zu bieten.

Motorola KRZR K1 (rechts) und KRZR K3 (links) im Vergleich

Die Sprachwahl ist sprecherunabhängig. Bevor man seinen Befehl spricht, muss man die Hörer-Aufnehmen-Taste für einige Sekunden drücken. Beim K1 war dafür noch die eine Taste auf der rechten Geräteseite zuständig, die man schnell aus Versehen betätigte.

Das Telefonbuch kann man dank der mitgelieferten "Phone Tools" auch mit MS Outlook synchronisieren, wobei die "Phone Tools" auch den Zugriff auf viele Funktionen und den Speicherinhalt des Handys ermöglichen. Der Kauf einer MicroSD-Speicherkarte ist übrigens zu empfehlen, auch wenn der Telefonspeicher mit rund 48 Megabyte recht großzügig bemessen ist.

SMS, MMS und Emails lassen sich natürlich ebenfalls auf dem KRZR K3 nutzen. SMS und MMS werden dabei in der gleichen Anwendung verwaltet. Fügt man in einer SMS ein zusätzliches Objekt, zum Beispiel ein Foto ein, schaltet das Handy automatisch in den MMS-Modus.

Gegenüber dem K1 hat die Email-Anwendung eine Aufwertung erfahren, denn empfangene Emails werden nicht mehr im gleichen Ordner wie SMS und MMS verwaltet, sondern in einem eigenen. Außerdem darf man mehrere Email-Konten auf einmal anlegen und nutzen.

Die Qualität des eingebauten Lautsprechers ist - wie bei allen bisher von uns getesteten Motorola-Handys - über alle Zweifel erhaben. Selbst bei lauten Klingeltönen scheppert es kaum. In punkto Empfindlichkeit bei schwachem Netzempfang macht das K3 im Vergleich zum Vorgänger übrigens eine gute Figur.

Fazit

Das Motorola KRZR K3 ist im Prinzip eine um UMTS-Funktionen erweiterte Version des K1, das ein höher aufgelöstes Display und einen vernünftigen Webbrowser mitbringt. Schade, dass Motorola auf die Ergonomie keine Rücksicht nimmt, denn die Plazierung der Browser-Taste unterhalb der Navigationstasten ist ärgerlich, weil man so mehrmals täglich ungewollt ins Internet geht. Wenn ein stylisches UTMS-Handy gewünscht wird, ist das KRZR K3 mit Sicherheit eine gute Wahl, zumal der Vorgänger K1 nicht mit guten Empfangseigenschaften glänzte.


Technisches Datenblatt
Hersteller   Motorola  
Bezeichnung   KRZR K3 (MOTOKRZR K3)  
Betriebssystem   (Eigenentwicklung von Motorola)  
Display   Innen: 262.000 Farben / 240x320 Bildpunkte
Außen: 65000 Farben / 96x80 Bildpunkte
 
RAM   ca. 48 MB  
ROM   k.A.  
Prozessor   k.A.  
Batteriebetrieb   Lithium-Ion-Akku, 860 mAh Kapazität
Standby: ca. 348 h
Sprechzeit: ca. 6,5 h
 
Abmessungen BHT (mm)   103 x 42 x 16  
Gewicht   103 g  
Zusätzliche Funktionen   - Lautstärke-Tasten
- Smart-Key (diverse Funktionen)
- Kamera-Taste
 
Schnittstellen   - USB-Schnittstelle
- Bluetooth
 
Lieferumfang   - Netzteil
- CD-ROM mit Mobile Phone Tools
 
Zusätzliche Software   k.A.  
Optionales Zubehör   k.A.  
VK laut Hersteller   ca. 490 Euro  
Erhältlich in Deutschland   Sommer 2007  


Getestet: 07/2007
22.01.2010

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