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Motorola Motofone F3
Von Rainer Gievers
Telefonieren, sowie SMS schreiben und lesen sind immer noch die wichtigsten Funktionen eines Handys. Zwar wollen insbesondere jüngere Anwender Zusatzfunktionen wie die eingebaute Kamera oder den MP3-Player nicht missen, viele Handy-Besitzer brauchen Schnickschnack aber nicht. An diese Klientel richtet sich das Motofone F3. Ursprünglich wurde das günstige Motofone F3 eigentlich für den Vertrieb in weniger entwickelte Länder entwickelt, deren Einwohner nur geringe Kaufkraft haben.
Auf dem ersten Blick erinnert das schwarze und kompakte F3 eher an eine Fernseh-Fernbedienung, als an ein Handy. Mit neun Millimeter Dicke ist es dünner als alle bisher von Motorola angebotenen Mobiltelefone. Neuartig ist das verwendete Display, das auf dem sogenannten elektronischen Papier basiert. Dabei werden schwarze Partikel durch Stromfluss ausgerichtet. Für die Anzeige selbst benötigt das Display dagegen keinerlei Strom - man kann sogar im laufenden Betrieb den Akku herausnehmen, ohne dass sich das Display dunkel schaltet. Auch ohne Hintergrundbeleuchtung, die sich auch nur kurz bei Eingaben aktiviert, imponiert der Bildschirm mit einem hohen und blickwinkelunabhängigen Kontrast, der alle anderen Handys auf dem Markt hinter sich lässt.
Die wenigen Funktionen des Handys spiegeln sich auch in der Bildschirmanzeige wieder. Auf eine vollgrafikfähige Darstellung wurde zugunsten einer an LCD-Taschenrechner erinnernde Segmentanzeige verzichtet. Deshalb zeigt das Motofone Zeichen und Ziffern nur in zwei Zeilen mit jeweils sechs Zeichen an. Welche Funktion gerade aktiv ist, bestimmen Symbole am unteren Bildschirmrand, über die man mit der Navigationstaste umschaltet. Am besten lässt sich das Display übrigens am Tage ablesen, denn die nicht regelbare Hintergrundbeleuchtung ist recht schwach.
Um eine Funktion auszulösen, betätigt man zunächst die Aktionstaste unterhalb des Displays, wählt dann die Funktion (SMS schreiben, SMS lesen, Anrufliste, Klingelton ändern, Weckfunktion und Zeit ändern) und betätigt die Aktionstaste erneut. Für das Telefonbuch ist wiederum eine eigene Taste zuständig. Wenn man beim ersten Start des Handys dies eingestellt hat, erläutert eine Männerstimme jeweils, welche Funktion man gerade auswählt. Dies ist sehr praktisch, auch wenn die angezeigten Symbole für sich schon aussagekräftig sind.
Das SMS-Schreiben ist mühselig, denn auf T9 muss man verzichten. Beschränkt sind auch die Editierfunktionen, denn man kann nicht im eingetippten Text rollen. Den Empfänger gibt man entweder über das Tastenfeld ein oder wählt ihn aus dem Telefonbuch. Gesendete Nachrichten speichert das Motofone allerdings nicht. Ein Symbol informiert auf dem Display über eingegangene SMS. Beantworten kann man Nachrichten übrigens auch. Den Absender kann man im Telefonbuch speichern, damit man ihn später in einer neuen Nachricht verwenden kann.
Rufnummern speichert das Motofone nur auf der SIM-Karte und nicht im Telefonspeicher. Wie oben erwähnt, ruft man das SIM-Telefonbuch über eine eigene Taste auf. Zum Blättern wird die Navigationstaste verwendet, oder man tippt den Anfangsbuchstaben des gesuchten Namens auf dem Tastenfeld ein.
Es gibt nur sieben ziemlich "billig" klingende Klingeltöne, zwischen denen der Anwender auswählen kann. Weitere Klingeltöne lassen sich nicht aufs Handy laden. Die Lautstärke kann man in 5 Stufen von auschaltet bis sehr laut wählen. Außerdem lässt sich die Vibration aktivieren.
Fazit
Wegen des beschränkten Funktionsumfangs eignet sich das Motofone wohl nur für Gelegenheitsanwender oder als Ersatzgerät, das man immer im Auto-Handschuhfach mitführt. Unschlagbar ist natürlich der Preis, denn im Paket mit einer Prepaid-Karte haben wir das Motofone F3 schon für 10 Euro in einem Telefonladen gesehen.
| Technisches Datenblatt |
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Hersteller
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Motorola
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Bezeichnung
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Motofone F3
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Betriebssystem
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(Eigenentwicklung von Motorola)
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Display
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schwarzweißes EPD-Display
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RAM
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k.A.
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ROM
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k.A.
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Prozessor
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k.A.
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Batteriebetrieb
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Lithium-Ion-Akku, 800 mAh Kapazität
Standby: ca. 300 h
Sprechzeit: ca. 4,5 h
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Abmessungen BHT (mm)
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114 x 47 x 9
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Gewicht
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70 g
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Zusätzliche Funktionen
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- Aktionstaste
- Telefonbuch-Taste
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Schnittstellen
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-
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Lieferumfang
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- Netzteil
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Zusätzliche Software
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k.A.
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Optionales Zubehör
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k.A.
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VK laut Hersteller
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ca. 30 Euro ohne Vertrag
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Erhältlich in Deutschland
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Sommer 2007
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Getestet: 07/2007
16.07.2007
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