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Samsung SGH-i900 Omnia
Von Rainer Gievers
Das Samsung Omina tritt als Mitbewerber zu den HTC-Smartphones auf und bringt als Highend-Gerät WLAN, Bluetooth, Mobilfunk über GSM/GPRS/EDGE/UMTS/HDSPA und einen eingebauten GPS-Empfänger mit. Trotzdem ist es noch angenehm flach und besitzt ein abgerundetes, gefälliges Design.
Wie bei dem zuletzt von uns getesteten HTC Touch Diamond ist auch das Windows Mobile-Betriebssystem des Samsung Omnia sehr stark modifiziert, damit der Anwender alle wichtigen Funktionen nicht nur mit einem Bedienstift, sondern mit dem Finger auslösen kann. Deshalb verfügt das Omnia auch nicht über einen Steckplatz für den Bedienstift wie der HTC Touch Diamond. Stattdessen liegt ein Teleskopstift bei, den man über eine Öse am Omnia befestigen kann.
Beim ersten Start begrüßt den Anwender ein leerer Heute-Bildschirm, auf dem man selbst sogenannte Widgets anlegen kann, die man frei auf dem Bildschirm positionieren darf. Vorhanden sind beispielsweise Widgets für die Uhrzeit, einen MP3-Player oder eine Nachrichtenanzeige. Auf den Standard-Heute-Bildschirm von Windows Mobile schaltet man aber falls gewünscht, über die Einstellen-Anwendung um.
Neu ist die Samsung Telefonbuch-Anwendung, welche praktisch vollständig über große Menüs und Schaltleisten mit dem Finger bedienbar ist. Die Windows Mobile-Kontaktverwaltung ist aber weiter vorhanden.
Auffällig sind die vielen Multimedia-Anwendungen, welche Samsung dem Omnia spendiert: Neben dem Touch Player, der Videos und MP3-Songs abspielt, sind dies Digitaler Rahmen, Fotodias, Medien Album, UKW-Radio und Video bearbeiten. Letzteres schneidet Videos oder Fotos zu einem Video zusammen, das man zudem mit einem Untertitel, Überblendeffekten und Hintergrundmusik bereichern kann. Fotos und Videos erstellt die Kamera-Anwendung.
Der Hersteller hat sich insbesondere bei den Multimedia-Anwendungen sehr viel Mühe gegeben, die Fingerbedienung einzubringen. So steuert man beispielsweise den Zoom beim Bildanzeiger Medien Album durch Ziehen eines Fingers auf dem Display. Praktisch alle Funktionen der Multimedia-Anwendungen sind zudem über große Schaltleisten erreichbar. Weil die Multimedia-Anwendungen allerdings von anderen Entwicklern zugekauft wurden, sind allerdings manche Funktionen gleich mehrmals vorhanden. Wir fanden beispielsweise in drei Anwendungen eine Bilder-Diaschau-Funktion.
An Internetanwendungen sind fest vorinstalliert: Google Maps (nutzt den eingebauten GPS-Empfänger für die Positionsbestimmung), Opera Browser, ein RSS-Reader, eine Podcast-Verwaltung und eine Videostreaming-Anwendung.
Wie auch der HTC Touch Diamond besitzt das Samsung Omnia einen Bewegungssensor. Offenbar damit Anfänger nicht verwirrt werden, muss man ihn erst in der Einstellen-Anwendung aktivieren. Danach reicht ein Drehen des Geräts, um die Bildschirmdarstellung zwischen Hoch- und Querformat umzuschalten. Legt man das Gerät umgedreht auf einen Tisch, schaltet es den Klingelton stumm. Leider ist die Softwareschnittstelle des Bewegungssensors nicht kompatibel zu der des Touch Diamond, das heißt alle Programme, die für den Bewegungssensor des Touch Diamond entwickelt wurden, funktionieren nicht auf dem Samsung Omnia. Entwickler sitzen allerdings bereits daran, dieses Manko mit einem Software-Patch zu beheben.
Fazit
Das Samsung Omnia bietet eine stimmige Bedienung und braucht sich leistungsmäßig nicht vor dem HTC Touch Diamond verstecken.
Hinweis: Die technischen Daten des Samsung SGH-i900 Omnia finden Sie in unserer Produktübersicht.
05.12.2008
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